zum 16. Bundestreffen der ältesten Schützenvereinigungen
im Deutschen Schützenbund
Die Stadt Uelzen im Herzen der Lüneburger Heide und ihre Schützengilde von 1270 sind vom 13. bis 16. Mai 2005 Gastgeber des Bundestreffens der ältesten deutschen Schützenvereinigungen. Dieses Ereignis wird mit dem 275. Grenzbeziehen in Uelzen und 735 Jahren Stadtrechten einhergehen. Traditionspflege wird zum Pfingstfest 2005 bei einer der ältesten Schützengilden im Land Niedersachsen groß geschrieben - das Festprogramm verspricht allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt sowie ihren Gästen ein großes und abwechslungsreiches Volksfest.
Das Schützenwesen hat in der deutschen Kultur, und insbesondere auch in der des Landes Niedersachsen, eine große Tradition. Die Schützen haben seit dem Mittelalter das öffentliche Leben in unseren Städten und Dörfern maßgeblich mitbestimmt und mitgetragen. Zudem sind die Schützen und das Schützenwesen heute ein anerkannter Teil unserer Sportkultur. Voraussetzung dafür war, dass die Freunde des Schießsports es verstanden haben, nicht nur in ihrer Tradition zu verharren, sondern sich den Zeichen der Zeit zu öffnen. So konnte die Integration des Schützenwesens in die moderne Sportbewegung funktionieren, ohne dabei die Pflege des Brauchtums zu vernachlässigen.
Die von den Schützenvereinen alljährlich überall im Land ausgerichteten Schützenfeste sind bedeutende gesellschaftliche Ereignisse. In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover findet das wohl größte Schützenfest der Welt statt. In seinem Festumzug spiegelt sich die Vielfalt der Schützentraditionspflege in Deutschland wider. Schützenvereinigungen in historischen Uniformen, mit Fahnen, Böllern und ihren Spielmannszügen werden auch beim Festumzug am Pfingstsonntag in Uelzen den Höhepunkt der Festtage bilden.
Alle Schützenvereine bieten über den Schießsport und die Ausrichtung von Schützenfesten hinaus fpr viele Menschen aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten auch eine „zweite Heimat". Ich bin unseren Schützenvereinen sehr dankbar dafür, dass sie gerade auch auf dem Gebiet der Jugendarbeit und Jugendbetreuung einen großartigen Beitrag leisten. Hier finden Jugendliche und Heranwachsende ein soziales Umfeld, persönlichen Halt und auch Ziele, für die sich der eigene Einsatz lohnt. Ich danke der Schützengilde der Stadt Uelzen ausdrücklich für die von ihr geleistete Jugendarbeit, die einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten ausmacht.
Allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Uelzen und allen Gästen wünsche ich erlebnisreiche Pfingsttage beim 16. Bürgerschützentreffen 2005. Ich darf alle Schützenschwestern und Schützenbrüder ermutigen, an der Wahrung und Pflege ihrer Traditionen festzuhalten. Traditionspflege ist keineswegs etwas Überholtes oder Rückständiges - ohne Schützen wäre unsere Gesellschaft, wäre so manches Fest, so manche Feier oder so manches Gemeindeleben trister.
Ich bedanke mich herzlich bei allen, die an der Organisation und Ausgestaltung des Festprogramms mitgewirkt haben.

Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport
Schirmherr des 16. Bundestreffens