
Grußwort der Stadt Uelzen
"Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft, wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen", hat uns Friedensreich Hundertwasser ins Stammbuch geschrieben. Die Wahrung der Tradition ist eine vornehme Aufgabe und ich freue mich, dass die "Schützengilde der Stadt Uelzen von 1270" Generation für Generation das Erbe ehrt und ihre Traditionen weiterträgt. Mein herzliches Dankeschön geht an die vielen Ehrenamtlichen, die ungezählte Stunden ihrer Freizeit dransetzen, um Bürgerinnen, Bürgern und Gästen ein prächtiges Schützenfest verbunden mit dem 16. Bürgerschützentag Deutschlands und einem Stadtfest zu bereiten. Und nicht zuletzt sei all denen gedankt, die es schaffen, Jugendliche so zu begeistern, dass sie sich gern in die Traditionspflege einbinden lassen.
Die Geschichte der Schützengilde ist eng mit den Geschicken der Stadt verbunden. Mehr noch: Als mittelalterliche Bürgerwehr garantierte sie die Sicherheit der jungen, aufblühenden Siedlung zwischen Ilmenau und Moor, der Welfenherzog Johann von Braunschweig 1270 das Stadtrecht verlieh.
Wenn wir in diesem Jahr das 275. "Grenzbeziehen" feiern, dann wird Stadtgeschichte lebendig. "Schnedegehen" nannten die mutigen Ahnen ihre Aufgabe, die Uelzer Gemarkungsgrenzen vor nachbarlichen Begehrlichkeiten zu sichern. Das "Schnedegehen" oder "Grenzbeziehen" ist seit 1547 verbürgt und erinnert uns an eine Zeit, in der die Stadt Uelzen als bedeutende Hansestadt ihren Platz im nordeuropäischen Markt behauptete. Eine Leistung, die wir zu schätzen wissen, denn wir dürfen mit dem Erbe leben. Die wunderschönen Backsteingebäude und die Fachwerkparade bilden nun die prächtige Kulisse für den Aufmarsch der Schützengilden.
Genießen Sie, liebe Uelzenerinnen und Uelzener sowie Gäste, das fröhliche Jubiläum, das Traditionsschützentreffen und das Stadtfest. Im Namen der Kreisstadt Uelzen wünsche ich Ihnen, dass es gute Festtage werden mögen, die allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben.

(Otto Lukat )
Bürgermeister |